Bericht von der sogenanten „Bürgerversammlung“

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H.Bräunlich

von John Lookwood
Das Interesse war groß an der Werbeveranstaltung (vom mitveranstaltenden Bauinvestor als „Bürgerversammlung“ tituliert) zur Bebauung am Mauerpark. Über 200 Zuhörer haben wir gezählt, die am 20.1. den Weg in die Schulaula gefunden haben – und das, obwohl fast niemand der im Umkreis Wohnenden den Einladungsflyer in seinem Briefkasten hatte finden können… Die Flyerverteilung besser beaufsichtigen zu wollen war dann auch eines der wenigen mageren Resultate, das Unternehmer Thomas Groth für sich am Ende des Abends mitnahm. Dass zahlreiche Anwesende ihm und dem Bezirksstadtrat kenntnisreich die vermeintliche, de facto aber völlig unzureichende Bürgerbeteiligung um die Ohren gehauen hatten, wollte er (natürlich) ebensowenig wahrhaben, wie das vielfach angesprochene unrealistische Erschließungskonzept, wie völlig überhöhte Mieten oder fehlende stadtplanerische Weitsicht. Stadtrat Spallek zog sich auf die Generalausrede zurück, der Senat habe eben den Ankauf der Fläche verweigert und den Bezirk alleingelassen. Im Februar soll der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden. Der Stadtrat verspricht eine Informationsveranstaltung für die Bürger – dann hoffentlich, wie es sich gehört, ohne den Investor auf dem Podium.