Leserbrief an Herr Schupelius BZ von M.Nelken

BZ vom 19 Jan. 2015
http://www.bz-berlin.de/berlin/widerstand-gegen-wohnungen-am-mauerpark

Leserbrief an die BZ an Herr Schupelius:
Schupelius, unlauter und dienlich

Herr Schupelius, plumper und parteiischer geht es kaum. – Von den 708 Wohnungen sollen 120 mit 7 – 8 Million EURO Steuergeldern zeitlich begrenzt heruntersubventioniert werden, Ausgangsmietniveau von 6,50 €/qm, 2jährlich steigend. Diese subventionierten Wohnungen dienen zudem als bewohnte Lärmschutzwand für die Grothschen Eigentumswohnungen. Die Studentenappartements am Nordkreuz für 20 €/qm Miete komplementieren die Lärmschutzwand, ohne die Groth die Eigentumswohnungen nicht so hochpreisig verkaufen könnte . Wie pervers ist das denn?

M.Nelken

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M.Nelken

 

 

Berlin gibt die Planung eines Grünzug einer massiven Bebauung preis, um dafür den Grund und Boden für eine andere Grünplanung einzutauchen.  Das ist der Tausch von Baurecht gegen Boden. Ein so begründetes Planungsrecht ist dem Grunde nach gesetzwidrig und nichtig.
Wie es gerade passt: Protestieren Anwohner, werfen Sie ihnen Egoismus und Sankt-Florians-Haltung vor. Werden alle Bürger zur Mitsprache aufgerufen, dann schelten sie: Was geht die das an. Sie polemisieren nicht nur unlauter, sondern auch gesetzwidrig. Die Bürgerbeteiligung in diesem B-Planverfahren ist gesetzlich keineswegs auf die Anwohner beschränkt, sondern steht allen Berlinern, ja selbst den Heidelbergern offen.

Läßt sich Berlin noch länger im Renditeinteresse des Baufilzes hinter die Fichte führen?

M. Nelken, 10437 Berlin, ein Anwohner.