Presseerklärung der Mauerpark Allianz

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Das Bezirksamt Mitte und die Groth Gruppe lud am 20.01.2015 in die Ernst-Reuter- Schule zu einer Informationsveranstaltung zur geplanten Bebauung am Mauerpark ein.

„Nehmen sie bei Zeiten Platz, es gibt nur 200 Plätze und mehr sollen nicht rein kommen“, so einer der Ordner der Veranstaltung. Letztendlich kamen weit mehr als 250 Personen zu dieser Veranstaltung. Vor den ausgelegten Bebauungsplänen kam es schon vor Beginn der Veranstaltung zu erregten Gesprächen, wurden mitgebrachte Plakate und Transparente fotografiert, wurde mit den Bebauungsgegnern diskutiert.

Spallek, Groth sowie Lorenzen bewarben gemeinsam Ihre Pläne nach besten Kräften und schienen streckenweise sogar selbst davon überzeugt zu sein.

Wer Studentenwohnungen zu einem Mietpreis von 20€ /qm als preiswert bewerben muss, wer bereits preislich runter geförderten Wohnraum ab 6,50 € als Sozialwohnungen zu bewerben hat, der hat es wirklich schwer in Berlin-Wedding und anderswo, auf Sympathie, Begeisterung oder aber auch nur auf Verständnis zu treffen.

Wer die Historie des Gebietes nicht berücksichtigt, wer die Ängste der Anwohner, speziell im Brunnenviertel nicht versteht, wer diese Veranstaltung vorrangig als eine Werbeveranstaltung für die Pläne des Investors- Groth Gruppe zu Stande gebracht hat und missbraucht, hatte eh nur das Ziel,  diese  Veranstaltung als ein weiteres „Bürgerbeteiligung-Feigenblatt“ zu missbrauchen.

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Ungeklärt blieben diesmal, wie an anderen Orten zuvor auch, folgende Fragen und Anregungen der Bürger: Fragen zur enormen Verkehrsbelastung wurden stereotyp dahingehend beantwortet, das man ja Berechnungen der Belastung in Auftrag gegeben hat.
Wir Anwohner sind keine Stadtplaner, wir haben aber genug gesunden Menschenverstand und wache Sinne, die uns zeigen wie sehr sich unser Wohngebiet bereits jetzt, z.B. durch die Mietpreissteigerung der letzten Jahre, massiv verändert hat.

Die Verkehrsbelastung ist schon jetzt massiv – kommt an einem Sonntag noch eine Veranstaltung in der Max-Schmeling-Halle und im Jahn Sportpark hinzu, so kollabieren bereits seit Jahren die umliegenden Wohngebiete. Fußwege, Rettungswege werden rücksichtslos zugeparkt, Fußwege als Abkürzungen genutzt.

Wir fordern eine Abkehr von diesen unsinnigen Bebauungsplänen – lassen sie uns an dieser Stelle ein Ort der Begegnung, der Besinnung gestalten. Ein Ort der Zukunft einer lebendwerten Stadt, die es ohne Freiflächen, Grünflächen nicht gibt!

Hartmut Bräunlich             Pressesprecher Mauerpark-Allianz Tel./0151 23701940

presse@mauerpark-allianz.de

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