Gentrifizierung

Gentrifizierung VarianteSteigende Mieten

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil ich durch die Aufwertung des Gebietes erhöhten Druck auf die Bewohner des angrenzenden Brunnenviertels durch weiteren Zuzug befürchte.

…weil hier im Gebiet schon so viele Häuser mit teuren Wohnungen stehen und sich dadurch die Menschen verändern. Ich möchte, dass unser Viertel weiterhin durchwachsen bleibt.

…weil  wir schon genug Neubauten in der Gegend haben, die sich keiner im Kiez leisten könnte („Berlin-Factory“, Bernauer Str., Schwedter Str. usw.).

Verdrängung (durch steigende Mieten)

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil  die Bebauung mit überwiegend hochpreisigen Wohnungen mittelfristig zu einer weiteren starken Erhöhung des Mietspiegels im Brunnenviertel (bislang „einfache Lage“) führen wird.

…weil  ich steigende soziale Spannungen durch den ausgeprägten Wohlstands-Unterschied der benachbarten Gebiete befürchte.

…weil  ich immer wenn neue Häuser gebaut wurden irgendwann weg ziehen musste, da ich mir meine Miete nicht mehr leisten konnte

…weil  zwischen alten und neuen Bewohnern zwei Welten aufeinander-prasseln.

…weil  auf der Brunnenviertelseite ein Mieterklientel lebt (multikulturell mit vielen Kindern und alten Menschen), welches sich in Lebensgewohnheiten und Bedürfnissen enorm von denen der Neumieter unterscheiden wird.

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab, weil  durch die Bebauung staatliche Gelder in die Erschließung fließen, während unsere Häuser schimmeln und kein Geld für notwendige Sanierungen da ist. Bestehender Wohnraum sollte erst mal bewohnbarer gemacht werden, bevor noch mehr zugebaut wird.

Soziale Infrastruktur

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil ich geplante 80 Kita Plätze für 600 neue Wohnungen für nicht ausreichend betrachte und befürchte, dass die bereits vorhandenen Einrichtungen noch stärker überlastet werden.

…weil die Versorgung mit soziokultureller Infrastruktur, die bekanntermaßen jetzt schon unterdurchschnittlich ist (Kitas, Lernläden, Schulen, Bibliotheken etc.) weiter überfordert würde und der Bezirk (bis auf die Kita mit 80 Plätzen) auf den Kosten für die Bereitstellung notwendiger Infrastruktur allein sitzen bleibt.

…weil Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten der bisherigen Mieter, mit denen der Neuhinzuziehenden kollidieren könnten (z.B. zeitliche Nutzung des Innenhofbereiches Graunstrasse / Ramlerstrasse).

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab, weil die Spiel- und Sportplätze im Umkreis schon jetzt überfüllt sind und sich neu hinzugezogene Anwohner bezüglich der Lautstärke beschweren.

…weil der Moritzhof davon lebt, dass die Kinder, die dort hinkommen auch außerhalb der Umzäunung Platz für sich und ihr Spiel finden.

…weil ich, seitdem hier neue Mieter sind, nicht mehr da spielen kann, wo ich früher spielen konnte und unser Hund auch nicht mehr frei laufen kann und dann haben wir noch weniger Platz.

…weil dann der Platz für meine Schildkröte weg ist.

…weil ich meine Geburtstage immer da gefeiert habe, wo jetzt gebaut werden soll.

…weil  sich durch die Bebauung mein Leben in meinem Zuhause ändern wird.