Monthly Archives: Februar 2015

Naherholung

NaherholungIch lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil der Mauerpark in seiner jetzigen Form bereits vollkommen übernutzt ist. Er stellt für die Bewohner angrenzender hochverdichteter Gebiet einen wichtigen Nah-Erholungsraum dar.

…weil der Studie „Umweltgerechtigkeit im Land Berlin“ zu entnehmen ist, dass die sogenannte „Verkehrszelle 1102“ Prenzlauer Berg/Kollwitz Platz-Kiez (für den der Mauerpark die nächstgelegene größere Grünfläche ist) 12.545 Einwohner hat, denen 13.260 qm Grünfläche als „wohnungsnaher/siedlungsnaher Freiraum“ zugänglich sind. Dies entspricht dem extrem geringen Versorgungsgrad von sage und schreibe einem Quadratmeter pro Einwohner und unterschreitet damit die Richtwerte von 6 bzw 7 qm bei Weitem. Eine größtmögliche Erweiterung des Parks auf allen bisherigen Brach- und Gewerbeflächen ist deshalb erforderlich.

…weil durch die Nähe der geplanten Bebauung zur Nutzung des Kletterfelsens und seiner Geräuschkulisse Interessenkonflikte zwischen Ruhebedürfnis der Neuanwohner und bisherigem Sportbetrieb vorauszusehen sind.

Jugendfarm Moritzhof

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil es keine rechtliche Absicherung gibt, dass durch die geplante Bebauung die Jugendfarm Moritzhof nicht am Ende doch gefährdet wird. Die Jugendfarm Moritzhof ist DER Ort im Mauerpark, wo schon heute Kinder die Brücke zwischen zwei sehr unterschiedlichen Kiezen und Bezirken schlagen, deren Eltern die ehemalige Grenze oft noch als “sozialen Äquator” wahrnehmen.

…weil die Gefahr besteht, dass die Bewohner der direkt am Hof liegenden Wohnungen gegen Lärm (spielende Kinder, Schmiede etc.), wegen Geruchsbelästigung durch die Tiere etc., klagen und damit den Fortbestand der Jugendfarm gefährden.

…weil durch das starke Heranrücken der geplanten Wohnbebauung ein höherer Nutzungsdruck auf die Flächen besteht, die die Jugendfarm Moritzhof derzeit noch als Außenspielflächen für seine Kinder und als Weide für die Pferde nutzt. Das wäre anschließend nicht mehr gut möglich.

…weil der geplante Abstand der Neu-Wohnungen zur Jugendfarm zu gering ist. Die Jugendfarm Moritzhof wurde extra in L-Form geplant und gebaut, zum Park hin geöffnet, dem Park zu- und der angrenzenden Wohnbebauung abgewandt. Die geplante Bebauung widerspricht diesem Konzept und kann also keine ähnliche Lärmsicherung wie zur Schwedter Straße hin garantieren.

…weil mit den potentiellen neuen Bewohnern Nutzungskonflikte entstehen werden: Eigentumswohnungen mit Quadratmeterpreisen von 5000 € auf der einen Seite, spielende Kinder, qualmendes Lagerfeuer, grasende Ponys und der krähende Hahn auf der anderen Seite – da sind Konflikte vorprogrammiert.

…weil die Arbeit der Jugendfarm mit der derzeitigen Besucherdichte und dem derzeitigen Tierbestand nur durch die Nutzung der umliegenden Parkwiesen möglich ist. Seit vielen Jahren besteht zwischen dem Bezirk Pankow und dem Betreiber der Jugendfarm ein Nutzungsvertrag über diese Parkflächen. Diese bisher reibungslos funktionierende Kooperation wird durch das geplante Wohngebiet mit 2000 zusätzlichen potentiellen Parknutzern gefährdet. Die Jugendfarm kann ihr Angebotsprofil in der derzeitigen und seit Jahren erfolgreichen Form nicht weiter aufrechterhalten, wenn durch eine noch mehr wachsende Bewohnerdichte, sowie durch die Verschattung durch die neuen Gebäude (und damit weniger Grünbewuchs), die Parkwiesen für die Jugendfarm als Spiel- und Weideflächen nicht mehr nutzbar sein sollten.

…weil wir Klagen gegen Lärm befürchten, weil die Jugendfarm von ihrem baulichen Profil her zur geplanten Bebauung hin offen ist und jeglicher Lärm in Richtung Park und geplanter Wohnbebauung schallt. Hüttenbau, Schmieden und Tiere – eine Jugendfarm ist kein Ort der Stille. Hier war schon bei Entstehung der Jugendfarm die Erweiterung des derzeitigen Mauerparks geplant (siehe Flächennutzungsplan). Darauf ist die Jugendfarm von Größe und baulichen Voraussetzungen von Anfang an ausgerichtet.

…weil dieser Teil der Stadt dringend mehr Freiraum und naturnahe Erholungsräume für Kinder und Familien benötigt. Hier am nördlichen Teil des Mauerparks könnten statt der Luxusbebauung solche Flächen – wie z.B. eine Erweiterung der Jugendfarm durch einen Abenteuerspielplatz, sowie weitere naturnahe Erholungsräume entstehen.

…weil die Kapazitäten der Jugendfarm Moritzhof bereits heute personell, als auch räumlich sehr begrenzt sind. Bereits jetzt werden Kinder aus dem Bezirk Mitte von der Jugendfarm Moritzhof „kostenfrei“ mitbetreut. Der Bezirk Mitte beteiligt sich nicht an den Kosten der Jugendfarm, obwohl ein großer Teil der Nutzer aus dem angrenzenden Wohngebiet Wedding kommt. Die potentiell etwa 2000 zusätzlichen Bewohner würden diesen Nutzungsdruck noch verstärken – Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sind in dem geplanten neuen Wohngebiet nicht vorgesehen.

…weil der mindestens drei Jahre andauernde Baulärm einer Großbaustelle für die Kinder und Tiere der Jugendfarm eine unzumutbare Belastung darstellen würde.

…weil die Infrastruktur des geplanten Baugebietes für Kinder und Jugendliche völlig unzureichend ist (Schulen, Freizeitangebote) – jetzt schon gibt es im Wedding zu wenig Freizeitangebote für Kinder.

…weil die Zuwegung für Radfahrer und Fußgänger von Parkseite erfolgen soll – dies wird auf dem Weg direkt vor der Jugendfarm, auf dem bisher Kinder z.B. Fahrradfahren üben, Stelzen laufen oder auf den Ponys reiten konnten zu Problemen führen.

…weil die Verschattung durch die Bebauung sowohl der Jugendfarm als auch dem Wasserspielplatz den Großteil der Sonne in der die Kinder spielen rauben wird.

Kultur

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil bei der jetzigen Bauplanung mit Wohnungen zum Park hin die spontane und freie Betätigung und Zusammenkunft von Musikern, Künstlern, Tänzern, Schauspielern, Feuerschluckern und vielen anderen mehr gefährdet wird, da wegen Lärm- und sonstiger Belästigung der Neuanwohner gegen die Nutzung geklagt wird. Es hat sich schon häufig in Berlin gezeigt, dass Einrichtungen weg-geklagt werden, auch wenn den neuen Bewohnern das Vorhandensein lauter kultureller Einrichtungen vor Einzug bekannt war (z.B. Knaack-Club).

…weil die Randbebauung des Mauerparks mit Eigentumswohnungen den Mauerpark als international und lokal renommierten Kultur- und Erholungsraum in Gefahr bringt. Seine weltweit bekannten Aktivitäten und Attraktionen, die mittlerweile auch in sehr vielen Reiseführern stehen (wie z.B. das Mauerpark-Karaoke), drohen schrittweise durch die Eigentümer begrenzt zu werden. Basketball, Grillen, Karaoke, kleine Musik-Auftritte, würden eingeschränkt oder völlig verboten und damit das nachbarschaftliche Zusammenleben stark einschränken.

…weil der bestehende Basketball-Platz bedroht wird, da er dann direkt vor den geplanten Bauten liegt. Es sind auch Lärmkonflikte und Probleme hinsichtlich der Durchgangswege für Fahrradfahrer und Fußgänger vorprogrammiert.

Stadtplanung

StadtplanungFlächennutzungsplan

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil durch die Bebauung die bereits lange versprochene Grünfläche, die sich aus dem gültigen Flächen-Nutzungsplan ergibt, nicht hergestellt wird.

…weil ich mich durch die Bebauung eines als Grünfläche geplanten Gebietes betrogen fühle und mir hier einen Park wünsche.

Städtebaulicher Vertrag

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil der Bebauungsplan durch den städtebaulichen Vertrag bereits weitestgehend vorab festgelegt ist. Eine unabhängige Beschlussfassung durch die BVV über den Bauplan nach bestem Wissen und Gewissen sehe ich daher nicht mehr als möglich an.

…weil er nicht dem erklärten Willen der BVV Mitte aus dem April 2012 entspricht, die mehrheitlich den Entwurf der Bürgerwerkstatt angenommen hatte.

…weil er Folge eines städtebaulichen Vertrages ist, der unvorteilhaft für das Land Berlin und damit dem Steuerzahler geschlossen wurde.

…weil der Bebauungsplan für mich keine ausreichende städtebauliche Begründung hat.

…weil der Bauplan bei Annahme durch die BVV einer Umwidmung von geplanter Grünfläche in Bauland gleichzusetzen ist und damit zu einer Gewinnmaximierung für den Investor dient. Es steht an anderer Stelle aber gleichwertiges Bauland zur Verfügung.

Einbindung in die gesamte Stadtentwicklung

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil umliegende Kieze angesichts ihrer hohen Bevölkerungsdichte bereits jetzt mit Grünflächen unterversorgt sind und diese verbliebenen Freiflächen nun noch bebaut werden sollen.

….weil nicht nur dieser Bereich im Kiez bebaut wird, sondern gleichzeitig auch Lückenbauten getätigt werden, die die Situation noch verschärfen.

…weil ich aufgrund der Nachbarschaft künftige Nutzungskonflikte mit der Jugendfarm Moritzhof befürchte, wobei sich die neuen Bewohner über zu viel Lärm oder Gerüche beschweren.

… weil alle Bereiche, die noch Luft- und Bewegungsfreiheit boten zugebaut werden und dies vor allem im Brunnen- und Gleimviertel. Dies widerspricht den Zielen des Stadtentwicklungsplan Klima der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, der die Stadt zukunftsfähig für den Klimawandel machen soll. Mehr Grünflächen wirken sich positiv regulierend auf das Stadtklima aus und wirken der Überhitzung der Innenstadt entgegen.

…weil für mich in Bezug auf die Olympia-Planungen des Senats dadurch eine sinnvolle Anbindung an den Bahnhof Gesundbrunnen fehlt und nicht mehr leicht herzustellen ist.

…weil die bereits geplante Wegeverbindung zwischen Humboldthain und Mauerpark nicht ausreichend berücksichtigt ist.

…weil die geplanten Bauten keinen stadtteilverbindenden Charakter besitzen, sondern eher als trennender Block dazwischen gestellt werden.

…weil die Siedlung, so wie sie geplant ist, aufgrund ihrer Lage die Gefahr einer „Gated Community“ mit sich bringt. Eine Durchmischung mit den Anwohnern westlich und östlich des Bauprojektes ist auf Grund der Planungen unwahrscheinlich.

Folgekosten für die öffentliche Hand

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil ich es nicht akzeptieren kann, dass öffentliche Gelder für die sozial geförderten Wohnungen an der Bahn-Trasse eingesetzt werden, die als Lärmschutz-Barriere für die privat durch den Investor vermarkteten Wohnungen dienen.

…weil es für mich nicht akzeptabel ist, dass die Gewinne beim Investor verbleiben, während die Kosten für die Erschließung bei der öffentlichen Hand und damit den Bürgern verbleiben. Dies wird unter anderem in der Herausnahme der Gleimstrasse im Bereich des Tunnels aus dem Planungsbereich sichtbar, wonach für dort entstehende Schäden die öffentliche Hand aufkommen muss.

…weil der Steuerzahler nicht dafür haften muss, dass ein rechtzeitiger Rückkauf der Grundstücke durch das Land Berlin versäumt wurde.

Bürgerbeteiligung

BürgerbeteiligungIch lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil er nicht die Wünsche der bereits seit Jahren arbeitenden Bürger-Initiativen gegen eine Bebauung und für eine Erweiterung des Mauerparks um die Fläche nördlich des Gleimtunnels im Bezirk Mitte erkennen lässt. Dieses bürgerschaftliche Engagement wird somit ignoriert.

…weil eine bereits im Jahre 2010 durchgeführte frühzeitige Öffentlichkeits-Beteiligung über 2.500 begründete Einwendungen gegen den damaligen Bebauungsplan erbracht hat. Diese haben kaum Eingang in die weitere Planung gefunden.

…weil der städtebauliche Vertrag, der die Grundlage dieses Bebauungsplan-Verfahrens darstellt, im Geheimen verhandelt wurde. Weder war damals eine echte Bürgerbeteiligung möglich, noch ist diese aufgrund der vertraglichen Vor-Vereinbarungen jetzt noch möglich.

…weil ich die Vorschläge der Bürgerwerkstatt nicht ausreichend in den Plänen wiedererkennen kann.

…weil das Bauprojekt das bürgerschaftliche Engagement von zahlreichen Gruppen seit über 20 Jahren für den Mauerpark und sein soziales Umfeld konterkariert. Es missachtet wesentliche Forderungen, wofür sich BerlinerInnen, ohne die es den Mauerpark wie er jetzt ist, gar nicht gäbe, ehrenamtlich gekämpft haben: die Erweiterung und Fertigstellung des Mauerparks auf der gesamten zusammenhängenden Fläche, südlich und nördlich des Gleimtunnels.

Anwohnerrechte

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil ich mich als Anwohner von den neuen Gebäuden aufgrund ihrer Massivität erdrückt fühle

…weil meine Wohnung durch die Bebauung durch erhöhte Schattenbildung entwertet wird.

…weil für die Anwohner benachbarter Bauten eine erhöhte Schallbildung durch Nutzung der Innenbereiche entsteht.

…weil ich aus Erfahrung befürchte, dass meine Kinder nicht mehr ihren Spielplatz nutzen können, da er genau an die Bauten grenzt die eher den gehobenen Mieten entsprechen.

…weil die für dieses Gebiet zulässige Geschossflächenzahl überschritten wird.

….weil der Raum bebaut wird, auf dem innovative Veranstaltungen stattfinden, die den Kiez noch ausmachen.

…weil ich die Abstandsflächen zu den benachbarten Grundstücken für nicht ausreichend halte.

…weil die geplante Bebauung die Jugendfarm, den Senkgarten, die Wohnbauten (Gleimstr., Korsörer Str., Schwedter Str., Kopenhagener Str.) je nach Jahreszeit weite Teile des Tages verschattet

Erschließung und Verkehr

Infrastruktur

 

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil die geplante Anzahl an neuen Kita-Plätzen im Vergleich zur Anzahl neu zu erwartender Anwohner nicht ausreichen wird und die bereits vorhandene Infrastruktur schon überlastet ist.

…weil die Schulen in den angrenzenden Quartieren bereits jetzt überlastet sind und die Situation durch weiteren Zuzug somit weiter angespannt werden wird.

…weil die Anzahl geplanter Parkplätze für die Anzahl geplanter Wohnungen nicht ausreichend ist, während in den angrenzenden Quartieren bereits jetzt schon zu wenige Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

…weil ich im Falle zusätzlicher Veranstaltungen in der Max-Schmeling Halle sowie dem Jahn-Sportpark ein Verkehrschaos durch den zusätzlichen Anwohnerverkehr befürchte.

…weil der sowieso schon übernutzte Mauerpark bei Bebauung durch noch mehr Anwohner weiter belastet wird.

…weil ich durch die Veränderungen im Grundwasserhaushalt negative Auswirkungen und Folgekosten für die angrenzenden Gebiete befürchte.

Erschließung

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil die Versiegelung der Flächen (oberirdisch sowie durch weitreichende Tiefgaragen

auch unterirdisch) zu einer massiven Beeinträchtigung des natürlichen Wasserhaushaltes und einer möglichen Grundwasserabsenkung führt.

…weil bereits jetzt ohne Bebauung die Tiefgaragen im angrenzenden Wohnhaus Graunstrasse / Ramlerstrasse von Grundwasser überschwemmt sind.

…weil durch die geplante Form der Erschließung über einen kleinen Kreisel direkt vor dem Tunnel aufgrund der Enge und Unübersichtlichkeit die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer nicht mehr gewährleistet ist.

…weil die Sportplätze der DEGEWO durch die Erschließungs-Rampe gefährdet werden.

…weil ich durch die Erschließungsmaßnahmen und die beengten Straßenverhältnisse Schaden für das denkmalgeschützte Gleimtunnel sowie die Gleimoase befürchte.

…weil meiner Meinung nach die geplante Einmündung an der Gleimstraße nicht in der Lage ist, das zu erwartende Verkehrsaufkommen zu bewältigen. Kommt es zu einem Rückstau im Gleimtunnel sehe ich mich als Fußgänger und Radfahrer durch die fehlende Abgas-Absaugung gesundheitlich gefährdet.

…weil durch die schwer erschließbare Lage ein abgeschottetes Gebiet entsteht, auch wenn es ursprünglich nicht als ein abgesperrtes Gebiet („Gated Community“) geplant wurde.

…weil die Erschließungsrampe nur wenige Meter von den Wohnungen einiger Mieter des Brunnenviertels entfernt ist und diese von erhöhter Geräuschbelästigung und Vibrationen belästigt werden.

…weil nach dem Berliner Baurecht § 4 (Bebauung der Grundstücke mit Gebäuden) „Gebäude nur errichtet werden dürfen, wenn das Grundstück in angemessener Breite an einer befahrbaren öffentlichen Verkehrsfläche liegt oder wenn das Grundstück eine befahrbare, öffentlich-rechtlich gesicherte Zufahrt zu einer befahrbaren öffentlichen Verkehrsfläche hat.

Verkehrsprobleme

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil durch die geplante Bebauung von 600 Wohnungen geschätzte 1500 zusätzliche Fahrten pro Tag über die Gleimstraße stattfinden werden, die sowieso schon sehr verkehrsreich ist. Außerdem entsteht zusätzlicher Lieferverkehr.

…weil ich diesen Kreuzungspunkt mit der Gleimstraße nicht für ein solches Verkehrsaufkommen geeignet halte.

…weil ich durch die zusätzliche Erschließungsrampe mehr Rückstaus auf der Gleimstraße, einhergehend mit weiterer Umweltbelastung und Gefährdung meiner Gesundheit befürchte.

…weil während der mehrjährigen Bauphase durch den geplanten Baustellen-Verkehr von der Bernauer-Straße auch der bereits existierende Teil des Mauerparks sowie die direkten Anwohner im Brunnenviertel durch Lärm und Abgase beeinträchtigt wird. Ebenso wird dadurch die Nutzung des bisher existierenden Teils des Mauerparks und der Flohmarkt eingeschränkt.

Verkehrssicherheit

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil ich durch den erhöhten Verkehr in der Gleimstraße eine erhöhte Gefährdung für die Anwohner und die vielen Schulkinder, die die Straße nutzen, befürchte.

…weil die Form der Erschließung aufgrund fehlender Einsehbarkeit in alle Richtungen, unter anderem durch den dunklen Tunnel sowie die Gleimoase, zu einer erhöhten Unfallgefahr für alle Verkehrsteilnehmer wird.

…weil ich durch den zusätzlichen Verkehr eine erhöhte Gefährdung im Kreuzungsbereich Gleimstraße / Schwedter-Straße befürchte, wo der übergeordnete Fuß- und Radweg (Mauer-Radweg) kreuzt.

…weil nach dem Berliner Baurecht § 3 (Allgemeine Anforderungen): „Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten sind, dass die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden.

…weil nach dem Berliner Baurecht § 5 (Zugänge und Zufahrten auf den Grundstücken) „Von öffentlichen Verkehrsflächen insbesondere für die Feuerwehr ein geradliniger Zu- oder Durchgang zu rückwärtigen Gebäuden zu schaffen ist“

Emissionen

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

… weil das zusätzliche Verkehrsaufkommen zusätzliche Lärm- und Schadstoffemissionen für die Anwohner mit sich bringt.

…weil durch die sehr kurze Abbiegemöglichkeit in das neu geplante Viertel und erhöhtes Verkehrsaufkommen Stau entsteht und es daher zu erhöhtem Schadstoffausstoß kommt.

…weil aufgrund der räumlichen Nähe zur geplanten Rampe Wohnungen in den angrenzenden Häusern auch von Erschütterungen durch schwere Fahrzeuge belastet werden.

Geschichte / Denkmal

Denkmal

Historische Bedeutung

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil der Mauerpark nach Erweiterung mit seiner einzigartigen Mischung aus Geschichte und Kultur die einmalige Chance bietet, politische Bildung in einer nicht-musealen Atmosphäre zu erleben. Aufgrund der Topographie des Mauerparks wird die ehemalige Trennung der Hemisphären „Ost“ und „West“ visualisierbar und die Überwindung der Trennung gegenwärtig. Durch die geplante massive Bebauung im Nordbereich wird dieses Vorhaben empfindlich gestört.

…weil eine Neubausiedlung nicht in das Ensemble Mauergrünzug passt, das Dr. Klausmeier (der Direktor der Stiftung Berliner Mauer) vorgeschlagen hat, zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erklären. Damit sollen historische Relikte der Maueranlagen auf dem Todesstreifen erhalten und der Nachwelt zugänglich bleiben.

…weil der Begriff „Berliner Mauer“ in alle Sprachen dieser Welt Eingang gefunden hat: The Berlin Wall, Berlin Duvarı, el Muro de Berlin, Mur berliński, la mur de Berlin, il Muro de Berlino, Berlinski zid, Mur Berlinski… – Besucher aus aller Welt, die nach Berlin kommen, wollen die ehemalige Mauer sehen. Hier besteht die einmalige Situation, deren ehemalige Lage und städtebauliche Auswirkung innerhalb eines Parks, auf großer Länge erlebbar zu machen. Das ist nur möglich ohne 3,2 Hektar Neubesiedelung im Norden.

…weil der Mauerpark Symbolcharakter hat. Nur wenn der Streifen auf ganzer Länge ohne zusätzliche Besiedelung im Nordbereich fertiggestellt wird, können hier an dieser Stelle Begriffe wie „Trennung und Überwindung der Trennung“ greifbar werden.

…weil ein Park, der sich über die Bezirksgrenzen von Wedding/Mitte und Prenzlauer Berg/Pankow erstreckt, den Ost- und Westteil der ehemals durch die Mauer geteilten Stadt Berlin auf ganzer Länge repräsentiert und eine Ahnung davon vermittelt, wie sich die Welt anfühlt, wenn sie in Blöcke geteilt ist.

…weil die Gedenklandschaft der Gedenkstätte Berliner Mauer entlang der Bernauer Straße hier ihre nicht-institutionalisierte Weiterführung findet. Relikte und Thematisierungen des Mauerbaus können in einem lebendigen Kontext in die Gestaltung des Mauerparks mit einfließen. Eine zusätzliche Neubau-Siedlung wie im Bauplan vorgesehen, stört dieses Konzept.

…weil der erweiterte Mauerpark, der in einmaliger Weise Beweis für eine visionäre, moderne Stadtplanung sein könnte, für ein nicht wirklich der Bedeutung gerecht werdendes Großbauprojekt aufs Spiel gesetzt wird.

…weil der Mauerpark, auf dem ehemaligen Grenzstreifen gelegen, ein herausragender Teil des Mauergrünzugs in Berlin ist, der den Verlauf des Todesstreifens markiert, der die Stadt Berlin seit der Nacht des 13. August 1961 bis zur Wende 1989 durchzog. Ein einzigartiges Symbol für die Wiedervereinigung im geteilten Deutschland.

…weil das Gebiet an der Grenze zwischen den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Brunnenviertel auf der ganzen Länge der Todesstreifen zwischen dem ehemaligen DDR-Ostteil und dem französischen Sektor im BRD-Westteil Berlins war. Es ist ein besonderer Ort, in dessen Sichtweite, auf der Bornholmer Brücke, sich in der Nacht des 9. November 1989 der erste Grenzbalken hob und die Welt kurz den Atem anhielt. Eine Teilbebauung mit u.a. hochpreisigen Eigentumswohnungen, die wie der Bauplan zeigt, dieser Besonderheit des historischen Ortes in keiner Weise Rechnung tragen, ist abzulehnen.

Gleimtunnel

Ich lehne den Bebauungsplan 1-64a VE ab,

…weil der denkmalgeschützte Gleimtunnel durch die Planung der Zufahrt zum Gelände in seinem eigenständigen Wert als Baudenkmal gefährdet wird.

…weil durch die Planung für die Zufahrt zur Wohnsiedlung mit Kreisverkehr direkt am Gleimtunnel eine Beschädigung durch Baumaßnahmen und Beeinträchtigung durch zusätzliche Abgase für den denkmalgeschützen Gleimtunnel zu befürchten ist.

…weil der Bebauungsplan die Straßenverkehrsfläche der Gleimstraße einschließlich beidseitig des Tunnels liegender jeweils 2,3 m tiefer Geländestreifen (Stützmauern mit Brückenwiderlagern) – anders als zunächst vorgesehen – ausspart. Die Verantwortlichkeit und Kostenübernahme für bauliche Sicherung und Erhalt des Gleimtunnels, während und nach der Bauphase, liegt damit gänzlich beim Bezirk beziehungsweise dem Land. Dies berücksichtigt auch die Tatsache, dass die Deutsche Bundesbahn, als formaler Eigentümer des Brückenbauwerks, ebenfalls im Besitz des Staates und damit des Steuerzahlers ist.

…weil es für ein Denkmal von stadtweiter Bedeutung und zwischen zwei Bezirken nicht ausreichend ist, nur die Zustimmung der „Unteren Denkmalbehörde“ für einen Eingriff in das Tunnelbauwerk einzuholen. Hier muss auch die Zustimmung der „Oberen Denkmalbehörde“ eingeholt werden.

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